Nahrungsmittelallergie
Das Prinzip.
Die Zahl allergischer Erkrankungen nimmt bei uns stetig zu. Grundsätzlich spricht man dann von einer Allergie, wenn der Körper auf eine fremde Substanz mit einer krankhaft übersteigerten Reaktion (Immunantwort) reagiert.
Eine besondere Rolle innerhalb der Allergien spielen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bei den immunologischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten unterscheidet man die IgE-vermittelten von den nicht IgE-vermittelten Reaktionen. Während erstere in der Regel sofort nach Konsum des betreffenden Nahrungsmittels zu Symptomen führen, treten Symptome bei den nicht IgE-vermittelten Unverträglichkeiten normalerweise mit einer Verzögerung von Stunden bis Tagen auf.
So bleiben sie häufig unerkannt und können jahrelang Gesundheit und Wohlbefinden stark beeinträchtigen, ohne dass man den Grund dafür erahnt. Viele der heutzutage typischen Zivilisationsbeschwerden wie Übergewicht, Cellulite, chronische Verstopfung, Blähbauch, Migräne, Schlafstörungen, chronische Müdigkeit, Reizbarkeit, hartnäckige Hautprobleme, Reizdarm, Aufmerksamkeitsstörung (ADS-Syndrom) können durch eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Nahrungsmittel mit verursacht oder gefördert werden.
Die Ursachen.
Voraussetzung für die Entstehung von Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten ist eine fehlerhafte Antwort auf Lebensmittelantigene. Stress, aggressive Nahrungsmittel wie z.B. Kaffee, Alkohol, Medikamente wie Antibiotika oder Entzündungshemmer, Infektionen, eine gestörte Darmflora, einseitiges Essverhalten und ähnliches können zu einer Störung der Darmschleimhaut führen. Dadurch können nicht vollständig verdaute Nahrungsbestandteile ins Blut gelangen. Dort führen sie – analog einem Krankheitserreger – zu einer Abwehrreaktion des Körpers. Durch die wiederholte Einnahme solcher Nahrungsmittel kommt es zu einer messbaren Menge an Abwehrkörpern und zu einer Immunreaktion. Diese bewirkt eine Entzündung, die sich auf Dauer schadhaft auf verschiedene Organsysteme und metabolische Prozesse auswirken kann.
Die Folgen.
Solange Nahrungsmittel, auf die der Körper mit einer Unverträglichkeit reagiert, selten gegessen werden, sind Auswirkungen auf den Organismus gering. Anders sieht es aus, wenn diese in grossen Mengen oder häufig gegessen werden. Regelmässige Aufnahme nicht verträglicher Nahrungsmittel wird zum Dauerstress für das Immunsystem und letztlich für den gesamten Organismus. So kann es zu einer Vielzahl von Folgereaktionen kommen, die unerfreuliche Folgen haben können. Bei prädisponierten Personen können Entzündungsreaktionen, die als Folge der Nahrungsmittel-Unverträglichkeit auftreten, zu einer Fettverwertungsstörung führen, was Übergewicht und Cellulite zur Folge haben kann. Zudem kommt es zu einer übermässigen Einlagerung von Wasser im Gewebe, was Cellulite zusätzlich fördert. Als möglicher Therapieansatz bei Übergewicht und Cellulite wird daher versucht, Nahrungsmittel, die zu einer übermässigen Immunreaktion führen, konsequent zu meiden und damit den chronisch entzündlichen Prozess abzuschwächen. Als Folge davon wird die Fettverbrennung gesteigert und es kann zu einem Gewichtsverlust von bis zu 10% kommen.
Da die oben beschriebenen Beschwerden aber verschiedene Ursachen haben können und Nahrungsmittelunverträglichkeiten auch mögliche nicht-immunologische Hintergründe haben, ist es sinnvoll zu prüfen, ob eine übermässige Immunreaktion Auslöser des Entzündungsgeschehens und somit der Symptome ist. Dies gilt umso mehr, wenn bereits durchgeführte Tests keine eindeutigen Hinweise auf die Ursache des Krankheitsgeschehens geben.
Der Test.
Der Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei swissestetix erfolgt durch eine einfache Blutentnahme. Das Blut wird danach in einem spezialisierten Labor auf 300 verschiedene Nahrungs- oder Ergänzungsmittel untersucht. Es wird ein ausführlicher Bericht erstellt, aus dem hervorgeht, wie stark die persönliche Immunantwort auf ein bestimmtes Nahrungsmittel ausfällt. Zudem erhält jeder Patient ein computerberechnetes Resultat mit einem individuellen ausführlichen Diätplan, der – unter Vermeidung der am stärksten immunogen wirkenden Nahrungsmittel und nach Absprache mit dem behandelnden Arzt – als Basis für den weiteren Therapieverlauf genommen werden kann.
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