Hymen-Rekonstruktion (Hymenoplastik)

Das Hymen oder auch Jungfernhäutchen ist eine dünne, elastische und feinfaserige Membran, die den Scheideneingang teilweise verschliesst. Es bedeckt den Vaginaleingang nicht ganz, um den Ausfluss des Menstruationsblutes beim Einsetzen der Pubertät zu ermöglichen. Beim ersten Geschlechtsverkehr, der sogenannten Defloration wird das Hymen meistens, jedoch nicht immer, zerstört. Auch durch mechanische Belastungen beim Sport, wie Reiten, Fahrradfahren oder Gymnastik oder bei Stürzen oder Unfällen kann das Hymen leicht zerstört werden. Eine Hymenverletzung kann auch unbemerkt geschehen, da Schmerzen oder Blutungen nicht immer auftreten.

Wer eignet sich für eine Rekonstruktion des Hymens?
Vor allem in arabischen und südeuropäischen Ländern ist das Jungfernhäutchen als Zeichen der Jungfräulichkeit und Reinheit von grosser traditioneller Bedeutung. Für eine Hymenoplastik kommen demnach vor allem Frauen in Frage, bei denen das Hymen nicht mehr intakt ist, die aber aufgrund der sozialen oder religiösen Umstände auf ein intaktes Jungfernhäutchen angewiesen sind.

Beratung zur Hymen-Rekonstruktion.
Im Rahmen des Beratungsgesprächs zu einer Hymen-Rekonstruktion werden zunächst Ihre Vorstellungen besprochen und Ihre Fragen ausführlich beantwortet. Es folgt eine Voruntersuchung der Intimregion, verbunden mit der Anfertigung von Fotos. Anhand des Bildmaterials werden Sie über die einzelnen Aspekte der Operation genauestens aufgeklärt und erfahren, welches Resultat Sie erwarten können.

Operative Durchführung der Hymen-Rekonstruktion.
Das Jungfernhäutchen wird aus eigenem Gewebe wieder hergestellt. Dafür verwenden wir entweder noch vorhandene Reste des ursprünglichen Jungfernhäutchens oder Vaginalgewebe. Für die wenigen Schnitte, die dabei nötig sind, kommt eine Art Laserskalpell zur Anwendung, das besonders präzise und blutungsarm geführt werden kann. Der Heilungsprozess wird so deutlich verbessert und beschleunigt. Die Operationsdauer beträgt etwa 60-90 Minuten. Der Eingriff erfolgt ambulant und in Lokalanästhesie. Für die Naht des Hymen wird selbst auflösendes Nahtmaterial verwendet.

Nach der Operation.
Wird der Eingriff präzise und von einem erfahrenen und spezialisierten Chirurgen durchgeführt, ist nach der Ausheilungszeit von 2-3 Wochen auch von einem erfahrenen Untersucher meistens nicht mehr feststellbar, dass eine Hymen-Rekonstruktion vorgenommen wurde. Das wiederhergestellte Jungfernhäutchen hält ca. 1-2 Jahre und zerreisst wie das ursprüngliche Hymen beim Geschlechtsverkehr mit einer kleinen Blutung. 

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